Ihre Behandlung

FDM-instructor Dr. Wilhelm Kurz

FDM-instructor Dr. Wilhelm Kurz

Für eine gezielte konservative Behandlung ist die Auswahl der Methoden, die zum individuellen Beschwerdebild und Untersuchungsbefund passt, entscheidend.

 

Bildgebung zeigt Befunde – nicht immer die Schmerzursache

Röntgen und MRT sind wichtige diagnostische Verfahren. Sie zeigen vor allem strukturelle Veränderungen. Diese müssen jedoch nicht zwangsläufig Ursache der aktuellen Beschwerden sein. Degenerative Veränderungen können ausgeprägt sein, ohne Schmerzen zu verursachen – und erhebliche Beschwerden können bestehen, ohne dass sich dafür ein eindeutiger bildgebender Befund findet.

 

Schmerzen lassen sich nicht fotografieren

Entscheidend ist deshalb die klinische Einordnung. Anamnese, Untersuchung, Funktionsbefund und Bildgebung müssen zusammen betrachtet werden. Ein radiologischer Befund allein erklärt noch nicht, welche Struktur tatsächlich Schmerzen verursacht.

Viele orthopädische Diagnosen beschreiben vor allem strukturelle Veränderungen wie Arthrose, Verschleiß oder Veränderungen an Bandscheiben und Gelenken. Funktionelle Störungen von Faszien, Sehnen, Gelenkkapseln und anderen bindegewebigen Strukturen lassen sich damit häufig nur unzureichend,  bzw. gar nicht erfassen.

 

Das Fasziendistorsionsmodell (FDM)

– ein wichtiges Diagnosekonzept mit konkreten Therapieoptionen –

Im Fasziendistorsionsmodell nach Stephen Typaldos D.O. (USA)  werden sechs unterschiedliche Distorsionstypen beschrieben. Die Schmerzgestik des Patienten wird  als Hinweis auf bestimmte Distorsionsmuster interpretiert.

Der wesentliche praktische Vorteil: Anhand des Distorsionstyps ergibt sich unmittelbar eine konkrete Behandlungsstrategie.

Das FDM mit seinen spezifischen Distorsionstypen / Fasziendiagnosen ist nicht Bestandteil der etablierten Orthopädie.

Für mich ergänzt das Modell die klassische orthopädische Diagnostik um eine funktionelle Betrachtung des Faszienapparates und ermöglicht mir eine differenziertere Zuordnung von Beschwerdebild, Befund und Behandlung.

Mein Ansatz besteht darin, die Behandlung nicht allein am MRT- oder Röntgenbefund auszurichten, sondern auch die funktionellen Zusammenhänge hinter den Beschwerden zu erfassen und daraus eine möglichst gezielte Therapie abzuleiten.

FDM-Schmerztherapie nach Typaldos, Pinch-Technik am RückenTypaldos-Methode / FDM

Die Therapie nach dem  Fasziendistorsionsmodell (Typaldos-Methode) bildet einen Schwerpunkt meiner ärztlichen Tätigkeit.

Ein wesentliches diagnostisches Element ist dabei die Schmerzgestik: Die Art, wie ein Patient seinen Schmerz beschreibt und mit den Händen am eigenen Körper zeigt, gibt charakteristische Hinweise auf zugrunde liegende fasziale Störungen, den sogenannten Fasziendistorsionen.

Typaldos hat sechs unterschiedliche Fasziendistorsionen beschrieben, jeder Distorsionstyp wird mit spezifischen, meist manuellen Techniken, behandelt.

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Chirotherapie, Chiropraktik an der LWS, Rotationstraktionsmanipulation, Lumbar RollChirotherapie / Chiropraktik

Die Chiropraktik beschäftigt sich vor allem mit funktionellen Bewegungseinschränkungen und Blockierungen an der Wirbelsäule und an Gelenken.

Ziel der Behandlung ist es, die gestörte Gelenkfunktion durch einen kurzen, präzisen  manuellen Impuls wieder zu verbessern.

Entscheidend ist nicht die Stärke des Impulses, sondern seine präzise Richtung, Dosierung und Anpassung an den individuellen Befund.

Voraussetzung jeder manipulativen Behandlung ist eine sorgfältige Prüfung möglicher Kontraindikationen.

 

Osteopathie, Myofasziiale Release Technik am RückenOsteopathie

Die Osteopathie umfasst manuelle Untersuchungs- und Behandlungstechniken zur Erkennung und Behandlung funktioneller Bewegungseinschränkungen des Bewegungsapparates.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Muskeln und faszialen Strukturen in ihrer normalen Beweglichkeit oder Gewebespannung beeinträchtigt sind.

Angewendet werden überwiegend sogenannte weiche Techniken, insbesondere die myofasziale Release-Technik, die Strain-Counterstrain-Technik, die Muskelenergie-Technik sowie osteopathische Mobilisations- und Manipulationstechniken.

injektiion am Rücken, Therapeutische Lokalanästhesie, Neuraltherapie, Perineurale Glukoseinjektion nach Dr. LyftogtÄrztliche Injektionstherapien

Gezielte Injektionen sind ein wichtiger Bestandteil meiner konservativen Schmerztherapie. Welche Technik zum Einsatz kommt, richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild.

 

Therapeutische Lokalanästhesie und Neuraltherapie

Hierbei werden kleine Mengen eines Lokalanästhetikums gezielt an schmerzhafte oder funktionell relevante Strukturen injiziert – beispielsweise im Bereich der Wirbelsäule, der Gelenke, der Muskulatur oder des umgebenden Gewebes. Ziel ist es, lokale Schmerzmechanismen gezielt zu beeinflussen und dadurch die weitere funktionelle Behandlung zu unterstützen.

 

Perineurale Injektionstherapie nach Dr. Lyftogt

Bei dieser Technik werden geringe Mengen einer Glukoselösung gezielt im Verlauf schmerzhafter oberflächlicher Nervenstrukturen injiziert. Sie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn der klinische Befund Hinweise auf eine Beteiligung solcher Nervenstrukturen ergibt.

Die Perineurale Injektion mit Glukose ist ein relativ neues Therapieverfahren und nicht Bestandteil der etablierten Orthopädie.

Weitere interessante Informationen zu dieser Therapie finden Sie auf der Homepage der Orthopädischen Klinik Schloss Werneck, Würzburg.

Traditionelle Chinesische Akupunktur am RückenAkupunktur und Yamamoto Schädelakupunktur

Bei ausgewählten akuten und chronischen Beschwerden setze ich Akupunktur als ergänzendes Verfahren innerhalb eines individuell abgestimmten Behandlungskonzepts ein.

Je nach klinischem Befund kann sie mit manuellen, injektionsbasierten oder physiotherapeutischen Maßnahmen kombiniert werden.

Neben der traditionellen chinesischen Akupunktur verwende ich die Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA). Dabei handelt es sich um ein eigenständiges Akupunkturverfahren, bei dem definierte Punkte am Kopf behandelt werden.

Welches Verfahren zur Anwendung kommt, richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild, dem Untersuchungsbefund und dem bisherigen Verlauf der Beschwerden.

Stoßwellentherapie an der Ferse, Fersensporn, PlantarfasziitisStoßwellentherapie

Die  Stoßwellentherapie setze ich bei ausgewählten schmerzhaften Erkrankungen von Sehnen, Sehnenansätzen und anderen oberflächlichen Strukturen des Bewegungsapparates ein.

Zu den typischen Anwendungsgebieten zählen unter anderem die Plantarfasziitis, Beschwerden der Achillessehne sowie bestimmte Sehnenansatzerkrankungen.

Dabei werden mechanische Druckwellen gezielt in das betroffene Gewebe eingebracht. Ziel ist es, lokale Heilungs- und Regenerationsprozesse zu unterstützen und chronisch schmerzhafte Gewebestrukturen therapeutisch zu beeinflussen.